| Lebenslauf Babba
Er war ein Mörder , der gefürchteste der Gesetzlosen , doch eines Tages geschah etwas was sein Leben von Grund auf ändern sollte................ Er war umgeben von Finsternis. Nicht der kleinste Lichtstrahl gab ihm Orientierung. doch obwohl es unmöglich war , etwas zu sehen , war er sich sicher , beobachtet zu werden. Er fühlte sich ausgeliefert , spürte intuitiv , daß; hier etwas war , das ihn feindlich musterte..so langsam erinnerte er sich an die letzten Minuten bevor er in totaler Finsternis stand: Es war ein lauer Sommerabend und er war wieder auf der Jagd , auf Menschenjagd als er einem weiss gekleideten alten Mann angriff um ihm sein Hab und Gut zu nehmen....doch der alte Mann erwies sich als ebenbürtiger , ja sogar als überlegener Gegner. Er konnte sich nur noch an mehrere Blitze erinnern , die wie aus dem Nichts vom Himmel herabschosssen..dann wurde es dunkel um ihn. Mühsam unterdrückte er einen erlösenden Schrei. Er würde keine Schwäche zeigen! Vorsichtig tastete seine Hand nach dem Schwertgriff. Die Waffe war verschwunden. Wieder musste er gegen die aufkeimende Panik ankämpfen. Er wollte laufen , doch mochte vor ihm ein Abgrund liegen. Er biß; die Zähne zusammen und tastete sich Schritt für Schritt vorwärts. Das Gefühl , beobachtet zu werden , wurde immer stärker. etwas , das sich kühl , fleischig anfühlte und doch auf entsetzliche Art anders war als alles Fleisch , das er je berührt hatte , streifte sein Gesicht. Noch bevor er es zu fassen bekam , war es schon wieder in die alles verschlingende Dunkelheit verschwunden. Er hatte das Gefühl , das es nach oben ausgewichen war; irgendwo über ihm waren auch die Augen die ihn unablässig beobachteten. Langsam tastete er sich weiter. Unter seinen Füssen knirschte es bei jedem Schritt unangenehm. Ein sprödes Geräusch wie von dürren brechenden ästen erklang , während er weiter in der Dunkelheit schritt. Er wusste , daß; er nicht mehr viel Zeit hatte. Mit jedem Augenblick , den er verweilte wurde sein Entkommen von diesem Ort unwahrscheinlicher . Babba ging in die Knie und tastete nach seinem Stiefel. Etwas huschte leise fiepend um seine Füsse. Wenigstens gab es an diesem Ort noch Mäuse oder Ratten. Nicht , daß; er diese Nager schätzte , aber jetzt verschaffte ihm ihre Anwesenheit Erleichterung. Wieder begann er sich vorsichtig vorwärtszuarbeiten , die Wand zu seiner rechten als einzige Orientierung. Er wuß;te nicht wie lange er so blindlings vorwärtsgetaumelt war , als er zum ersten Mal einen anderen Geruch als kühlen Modergestank wahrnahm. Es roch nach brennendem Holz , und noch etwas anderes lag in der Luft. Ein Duft , der ihm unangenehm vertraut vor kam. Babba war für einen Augenblick stehengeblieben , als er über sich ein sonderbares Geräusch hörte. Etwas streifte seinen Umhang . Ein namenloses Alptraumgeschöpf , das von der Decke herab nach ihm tastete und dessen Anblick Wahnsinn bedeuten musste. Babba schrie auf und rannte vorwärts . Er stolperte über den unebenen Boden , der mit ästen und Wurzeln bedeckt war. Er wollte , daß; hier nur äste und Wurzeln lagen und nicht das , was ihm seine Phantasie vorgaukelte! Allmählich wurde es heller . Weit vor ihm zeichnete sich ein Lichtpunkt ab. Ganz so , als läge dort der Ausgang dieses Ortes. Doch das Licht brachte nicht nur Hoffnung . Langsam begann Babba zu erkennen , was bislang von der Dunkelheit verborgen gehalten worden war: Tausende bleiche zerborstene Knochen von Menschen und Tieren und von Dingen , die er nicht zu benennen vermochte und auf denen er seinen Blick besser nicht richtete. Merkwürdige Schädel , die um so schrecklicher waren , weil sie entfernt an gräß;lich deformierte Menschenköpfe erinnerten. Babba richtete seinen Blick fest auf das Licht und rannte schneller. Er strauchelte durch das gewaltige Grab und versuchte verzweifelt zu ignorieren , was die zunehmende Helligkeit enthüllte. Er preß;te sich die Hände auf die Ohren , um das unsägliche schmatzende Geräusch , das ihm an der Decke folgte , nicht mehr hören zu müssen. Dann hatte das Etwas ihn eingeholt, und vor ihm schossen 2 Stränge aus bleichem Fleisch von der Decke. an ihren Enden öffneten sich zwei grüne Augen, deren Blick ihm unangenehm vertraut vorkam. Immer mehr Fleischstränge mit Augen schossen von der Decke herab , umringten ihn mit stummen anklagenden Blicken. Und Babba erkannte sie , die Augen all seiner Opfer denen er heuchlerisch das Leben nahm. Immer mehr von ihnen stieß;en mit saugendem Geräusch von der Decke herab und drohten ihn, in seinem Gefängnis aus schleimigem Fleisch und zuckenden Augen einzusperren. Für einen Moment überlegte er , das Messer , das er in seiner rechten hielt , gegen seinen eigenen Leib zu richten , doch dann stürzte er sich mit einem an Wahnsinn grenzenden Schrei auf die schrecklichen Augen. Er versuchte , die dünnen Stränge zu durchtrennen und sich einen Weg zum Licht zu bahnen, das schon so greifbar nahe war . Doch wo er mit Mühen einen Strang durchtrennte erschienen sofort 10 neue. Immer dichter wurde das fleischgewordene Gefängnis , und schließ;lich verlor er den Lichtstrahl aus den Augen. Er war völlig umgeben von zuckendem Fleisch , das fahl schimmerte und erbärmlich nach Verwesung stank. Langsam ging ihm die Luft aus. Er schloß; die Augen, um dem Starren um ihm herum zu entgehen . Sehnsüchtig flehte er um Vergebung für seine Sünden. Dafür , daß; er einen Pakt mit dem Bösen geschlossen hatte, obwohl er wusste , daß; der Henker ein Bote der Finsternis war. "Vergib mir", schrie er laut heraus, und etwas in seinem Inneren flüsterte : "öffne deine Augen". Babba zögerte. Er konnte den Anblick dessen was ihn umgab , nicht mehr ertragen. Nein , er würde die Augen nicht öffnen! Verzweifelt schnappte er nach Luft. Es roch nach Feuer. Unter seinen Knien fühlte er Steine. " Gehorche deinem Herrn, öffne die Augen!" erklang majestätisch die Stimme in seinem Inneren. Widerstrebend gehorchte er dem Befehl. Er kniete auf einer weiten Ebene. Vor ihm loderte das Feuer eines Scheiterhaufens. Vorsichtig wollte er den Blick heben als hinter ihm wieder die Stimme erklang. "Verschließ;e deine Augen nicht! Sieh auf und zeige uns , daß; du, ohne zu zweifeln , dem Weg der Gerechtigkeit folgst. Strafe alle , die gegen dich gesprochen haben und zeige uns , daß; du nur fehlgeleitet warst!" Ruckartig drehte sich Babba um. Er sah den alten Mann den er kurz vorher versucht hat zu töten. Dieser schickte ihn auf eine neue Welt mit Namen Sosaria in der er für das Gute und das Gerechte kämpfen solle um den Schaden den er angerichtet hat wieder gutzumachen................... |